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Zwangsstörung: Wenn der Zwang das Leben bestimmt

Zwangsstörung: Wenn der Zwang das Leben bestimmt


Krankheitszeichen einer Zwangsstörung :

Eine Zwangsstörung kann aus Zwangsgedanken wie z. B. Grübelzwang (ohne auf eine Lösung oder Entscheidung zu kommen), Zwangsvorstellung oder Zwangsideen (Ängste oder Zweifel im Beruf oder Angst vor einem Unfall), Zwangsimpulsen (der Zwang, sich oder anderen was antun zu können) auftreten oder durch eine Zwangshandlung wie z. B. Waschzwang, Berührungszwang, Kontrollzwang, Zählzwang oder Ordnungszwang sich bemerkbar machen. Obwohl sich der Betroffene oft gegen die Zwänge wehrt und das Auftreten meist als unangenehm findet, kann er in der Regel den Drang von alleine nicht stoppen. Zu ca. 90 % treten bei den Betroffenen während der Erkrankung gleichzeitig sowohl Zwangshandlungen als auch Zwangsgedanken auf. So können dann Zwangsrituale entstehen, die zur Beruhigung des Patienten durchgeführt werden, was aber die Folge haben kann, das wenn diese Rituale nicht weiter durchgeführt werden, dass Unbehangen der betroffenen Person massiv ansteigen kann.

Wenn der Waschzwang zur Krankheit wird

Ursache und Entstehung einer Zwangsstörung :

Die eigentliche Ursache ist nicht bekannt. Man geht aber davon aus, dass die Krankheit durch eine Kombination von Hirnstoffwechselstörungen, Veranlagung, genetischen Faktoren und durch Veranlagung entstehen kann. Betroffen von einer Zwangsstörung sind nach Schätzungen rund 2 % der Bevölkerung in Deutschland. Bei Personen, die arbeitslos oder geschieden sind, soll ein höheres Vorkommen der Krankheit auffällig sein. In der Stillzeit und Schwangerschaft tritt bei 70 % der Betroffenen eine Verschlimmerung der Symptome auf, mit verstärkter Neigung zur Wochenbettdepression. In der Regel bildet sich die Krankheit vor dem 30. Lebensjahr, wobei Frauen eher weniger erkranken als Jungen oder Männer. Da die Diagnose nicht immer einfach ist, wir die Krankheit oftmals nicht richtig erkannt. Auch die Behandlung lässt mangels Kenntnis manchmal zu wünschen übrig. Das Problem ist aber, das ohne eine wirksame Behandlung die Krankheit chronisch werden kann.

Behandlung einer Zwangsstörung :

Wichtig ist bei dieser Krankheit, rechtzeitig zum Arzt zu gehen. Damit soll verhindert werden, dass die Zwangsstörung chronisch werden kann. Wissenschaftlich betrachtet gibt es Merkmale der Diagnose wie z. B.:

  • seit mindestens 14 Tage tritt die Krankheit fast täglich auf
  • das Erkennen der Zwangsgedanken durch den Patienten
  • der Betroffene leistet Widerstand gegen die Zwänge
  • die Zwänge sind unangenehm und wiederholen sich

Je nach Schwere der Krankheit bedarf es oft einer Psychotherapie oder/und eines Antidepressivum. Zwar lässt sich die Krankheit meist nicht vollständig heilen, jedoch deutliche Besserung erzielen. Bei einer medikamentösen Therapie kann oft das Absetzen der Medikamente zu einem Rückfall der Krankheit führen. Hilfreich soll das Habituationstraining sein, wo der Patient mit den Zwängen behutsam konfrontiert wird. Dazu passende ist die verdeckte Reaktionsverhinderung, die meist in Verbindung mit dem Habituationstraining eingesetzt wird, um die Zwänge in den Griff zu bekommen. Auch eine Selbsthilfegruppe kann dem Patienten helfen, die Krankheit besser zu verstehen, sowie die Assoziationsspaltung, die eine neuartige Selbsthilfetechnik zur Reduktion der Zwangsgedanken ist.


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