Bessere Gesundheit ohne Krankheiten


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Sind ältere Menschen nur 2. Klasse bei der Behandlung von Krankheiten?

Sind ältere Menschen nur 2. Klasse bei der Behandlung von Krankheiten?


Eins ist auf jeden Fall klar. Irgendwann werden wir vermutlich alle mal alt und dann wäre es schön, wenn wir bei unseren Krankheiten vernünftig behandelt würden. Aber scheinbar ist das heutzutage nicht selbstverständlich. So bekommen manche ältere Menschen keine Reha mehr, ob wohl sie das wegen Ihren Krankheiten dringend bräuchten, oder aber Ihre Symptome werden als altersbedingt abgetan. Die VdK Präsidentin aus Deutschland bringt es in etwa auf den Punkt: "Ältere Menschen müssen mit Ihren Schmerzen leben, weil Sie alt sind". Und schon hat sich in einer großen Zeitung ein Arzt gemeldet, der von Rentnern spricht, die scheinbar aus Langeweile zu Ihm kommen. Da fragt man sich natürlich, wie der Arzt dies beurteilen kann, wenn man im Durchschnitt als Patient nur ca. 8 Minuten im Arztzimmer sitzt? Was gibt es für Berichte über ältere Menschen, denen medizinische Leistungen verwehrt wurden und welche Rechte habe ich als Patient überhaupt?

Die Gesundheit und das Wohlergehen von älteren Menschen sollte uns wichtig sein

Leiden ältere Menschen durch mangelnde medizinische Leistungen?

So soll es eine Frau gegeben haben, die trotz Hautkrebs und Kehlkopfkrebs eine Reha verwehrt wurde. Laut Altenbericht der Regierung sollen viele ältere Patienten zu viele und teilweise falsche Medikamente bekommen. Auch gäbe es Vergleichsstudien die belegen, dass manche ältere Patienten deshalb gestorben sind, weil Sie anders behandelt wurden, als ein jüngerer Patient. Auch wurde beobachtet, dass bei Herzinsuffizienz, Oberbauchschmerzen oder einer Herzkrankheit gerade Menschen über 90 Jahre die minimalste Behandlung im Vergleich bekämen. Etwa 20 Prozent der über 70 Jährigen nehmen wegen Ihren Krankheiten im Durchschnitt rund 13 Medikamente oder mehr. Allerdings sollen die meisten Ärzte über die Nebenwirkungen und Wechselwirkungen wenig Kenntnisse haben. Dann stellt sich bei einer großen Tageszeitung ein Arzt hin und behauptet, das viele seiner älteren Patienten meist aus Langeweile zu Ihm kommen. Ist das nicht seltsam? Zumal die Behandlung (z. B. Psycho Therapie) der Altersdepressionen bei den über 60 Jährigen nur noch zur Hälfte der Patienten verordnet wird. Der Grund etwa laut der VdK Präsidentin: Weil scheinbar viele Ärzte glauben, dass im Alter eine psychologische Behandlung wenig Sinn machen würde.

Welche Rechte habe ich als Patient?
Auch Menschen im Alter haben Rechte und sollten Sie auch einfordern:

  • Grundsätzlich sollte ein Kassenarzt jeden Patienten behandeln.
  • Wer im Krankenhaus schlecht behandelt wird, kann sich vor Ort an die Beschwerdestelle des Krankenhauses wenden.
  • Wer eine Reha beantragt, die dann abgelehnt wird, kann binnen eines Monats Widerspruch (hat oft Erfolg) einlegen.
  • Wenn ein Arzt eine Diagnose stellt, hat der Patient das Recht, bei Zweifel eine zweite Meinung von einem anderen Arzt einzuholen.
  • Gibt es Beanstandungen an der Behandlung oder haben Sie das Gefühl, das Sie z. B. aus Altersgründen eine Therapie nicht bekommen, dann können Sie sich bei der Krankenkasse (Patientenanlaufstelle) oder bei der Kassenärztlichen Vereinigung beschweren. Quelle: TV Klar Nr. 3 vom 13.01.11

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