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Was sind die wirklichen Dickmacher und welche fiesen Appetitfallen gibt es?

Was sind die wirklichen Dickmacher und welche fiesen Appetitfallen gibt es?


Die Psychologie kann bei unserem Essverhalten eine entscheidende Rolle spielen. Ob wir nun beeinflusst werden durch unsere Umgebung oder Gewohnheit, das Ergebnis können wir meist immer auf unserer Waage sehen. Denn es gibt fiese Appetitfallen, die uns unbewusst beeinflussen können. Nehmen wir mal an, dass wir täglich zusätzlich 2 Kekse essen, die rund 100 Kalorien haben. Das sind dann im Jahr ca. 36.500 Kalorien, die uns rund 5 Kilo auf die Waage mehr bringen können. Auch entscheidet die Portionsgröße unsere unbewusste Essenmenge. Dabei wurde in einer Studie einem Teil der Kinobesucher eine kleinere Menge Popcorntüte gegeben und dem anderen Teil eine größere Popcorntüte. Nach dem Film stellte man fest, dass die Filmzuschauer mit der größeren Tüte ungefähr 20 Prozent mehr gegessen haben, als die Kinobesucher mit einer kleineren Popcorntüte. Trotz dem Ergebnis hatten ca. 50 Prozent das Gefühl, nicht mehr gegessen zu haben. Aber es gibt noch wesentlich mehr Appetitfallen, die zum Dickmacher werden und unsere Gesundheit schädigen können. Nachfolgend werden diese Appetitfallen vorgestellt, die unser Essverhalten unterbewusst beeinflussen können.

Kann zu viel Essen der Gesundheit schaden kann?

Die unterbewussten Appetitfallen, die uns zu mehr Essen verführen können.

Ein Wissenschaftler aus den USA hat verschiedene Essverhalten untersucht und kam zu erstaunlichen Ergebnissen. Oft ist es so, dass wenn man es ohne zu merken zu viel isst, es auch zu einem Übergewicht kommen und somit ein erhöhtes Risiko auf Krankheiten geben kann.

  • Die Appetitfalle mit dem großen Löffel und Teller

Ein Experte für Ernährung hat herausgefunden, dass wenn man einen großen Löffel oder Teller benutzt, auch mehr essen tut. Bei der Studie wurde festgestellt, dass bei einer großen Dessertschüssel (1000 ml Eis) und einem kleinen Löffel die Menschen rund 31 % mehr zu sich nahmen, wogegen bei einem großen Löffel es sogar rund 57 Prozent waren, im Vergleich zu einer kleinen Dessertschüssel (500ml Eis) und einem kleinen Löffel.

  • Wenn die Farbenvielfalt zum Dickmacher werden kann

In dem Versuch wurden den Testpersonen gleich schmeckende Schokolinsen gereicht. Während die einen eine Schüssel Schokolinsen mit 7 unterschiedlichen Farben bekamen, wurden den anderen Testpersonen eine Schüssel mit 10 verschiedenfarbige Schokolinsen hingestellt. Dazu mussten Sie zur Ablenkung der Studie noch einen Film bewerten. Aus der Testschüssel mit 10 unterschiedlichen Farben wurde von den Probanden zu rund 70 % mehr genascht. Und das, obwohl die einzeln farbigen Schokolinsen alle gleich schmeckten. Die Forscher kommen zum Schluss, dass die Essgeschwindigkeit von der Farbenvielfalt auf dem Teller bestimmt werden kann.

  • Ablenkung beim Essen durch Fernsehen und Radio

Bei diesem Test durften die Probanden eine Stunde Fernsehen und bekamen Popcorn. Eine andere Gruppe sah eine halbe Stunde fern. Die Gruppe, wo 1 Stunde fernsah, aß durschnittlich rund 28 % mehr Popcorn. Übrigens soll das Radiohören den Esskonsum um rund 15 % steigern können. Tipp: Am Besten gar nichts vor dem Fernsehen essen.

  • Die Entfernung vom Naschzeug macht den Unterschied

Einen Pralinentest machten die Forscher im Büro. Eine Gruppe bekam die Pralinen auf den Schreibtisch, die andere Gruppe musste die Pralinen in die Schublade tun und die restliche Gruppe machte die Schachtel Pralinen in den Schrank. Was war das Ergebnis? Die Gruppe, wo die Pralinen vor der Nase auf dem Schreibtisch hatten, aßen im Durchschnitt rund 9 Pralinen, die Gruppe, wo die Pralinen in der Schublade hatten, aßen ca. 6 Stück am Tag. Mussten die Testpersonen jedes Mal aufstehen, um an die Pralinen im Schrank zu kommen, aßen Sie nur ganze 2 Stück davon. Tipp: Desto unbequemer das Naschzeugs verstaut ist, desto weniger isst man scheinbar davon.

  • Wenn der Tischnachbar das Esstempo bestimmt

Es wurden die Personen in verschiedene Tische aufgeteilt, wo sich eine Person dazusetzte, die den Auftrag hatte sich mit der Testperson zu unterhalten und in einem vorbestimmten Tempo-Rhythmus die Kekse, die auf dem Tisch lagen zu essen. Auffällig war, dass wenn die beauftragte Person schneller ihre Kekse aß, die Testperson auch mehr zulangte. Das lässt den Schluss zu, dass sich viele Menschen dem Tempo des Tischnachbarn beim Essen anpassen. Tipp: Lieber zu einem Langsam-Esser an den Tisch setzen.

  • Die Erinnerung bestimmt das Essverhalten

Unglaublich, aber wahr. Scheinbar brauchen wir um satt zu werden einen Beweis. So testet der Wissenschaftler die Probanden beim Hähnchenflügel essen. Bei der einen Gruppe wurden die Teller mit den Knochen häufig geleert, während die andere Gruppe die ganzen Knochenreste beim Essen sehen konnten. So hatten die Gruppe, wo die Knochen sichtbar waren rund 5 Hähnchenflügel gegessen und die andere Gruppe, wo die Reste häufig weggeräumt wurden ca. 7 Hähnchenflügel verzehrt. Der Hintergrund ist scheinbar, dass wir durch die visuelle Wahrnehmung besser beurteilen können, wann wir satt sind. Denn wir sind erst satt, wenn wir es auch glauben.


  • Die Gesellschaft beim Essen ist appetitanregend

Unter Leuten schmeckt es einfach besser. Diese Feststellung wurde auch in einer Studie bestätigt. So würden wir zu zweit schon durchschnittlich 35 % mehr essen, als wenn wir alleine sind. Sogar rund 50 % sind es, wenn wir zu viert essen. Das Ganze lässt sich noch steigern, denn in großer Gesellschaft würden wir sogar um ca. 96% mehr Essen. Allerdings kommt es darauf an, ob die anderen Leute normalerweise viel Essen oder weniger. Doch die Wirkung der Gesellschaft am Tisch auf unser gesteigertes Essverhalten soll enorm sein.

  • Wenn fettarm den Verzehr anregt

Auch hier hat eine Untersuchung gezeigt, das ein Produkt, das fettarm ausgezeichnet ist, in dem Test die Leute mehr aßen. Dabei muss das Produkt gar nicht fettarm sein. Alleine der Glaube, dass die Nahrung fettarm ist, soll die Leute zum mehr Essen anregen. So wurde rund 49 % mehr verzehrt, wenn die Snacks mit fettarm ausgezeichnet wurden, als wenn sie es nicht wären. Der Effekt soll auch aufgetreten sein, wenn die Menschen glaubten, dass der Snack kalorienreduziert ist. Quelle: http://www.wdr.de


Ein Youtube Beitrag zum Thema "Warum Diäten oft keinen dauerhaften Erfolg bringen?"
In dem Video von "DeutscheWelle" wird über Dickmacher und Diäten gesprochen.


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