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Was in Deutschland behinderten Menschen an Hilfe zusteht

Was in Deutschland behinderte Menschen an Hilfe zusteht


Schon im Grundgesetz wird klar erwähnt, dass durch eine Behinderung kein Mensch benachteiligt werden darf. Wer eine Behinderung hat, dem steht auch meist Hilfe zu. Doch was sind das für Leistungen und Hilfe von verschiedenen Institutionen (wie z. B. Rentenversicherungsträger, Krankenkasse, Sozialhilfeträger, Pflegekasse, Integrationsamt, Unfallversicherungsträger, Bundesagentur für Arbeit, Jugendhilfeträger, Träger der Alterssicherung von Landwirten, Kriegsopferversorgung), die ca. 2 Millionen Pflegebedürftige in Deutschland bekommen können. Geschätzt wird, dass davon rund 70 - 80 % von zu Hause betreut werden. Zuerst sollte ein Antrag bei der gesetzlichen Pflegekasse gestellt werden. Dann kommt meist der medizinische Dienst der Krankenkassen (MDK) um zu beurteilen, welche Pflegestufe angemessen ist. Doch Vorsicht! Manche Patienten sind bei dem Besuch so übermotiviert und zeigen dem Gutachter auch Sachen, die Sie sonst nicht können. Das kann zu fatalen Folgen führen, in dem der Gutacher annimmt, das eine geringer Pflegestufe ausreicht. Deshalb ist es ratsam, ein Pflegetagebuch zuführen, in dem die benötigte Zeit und die Art der Tätigkeit der Hilfe täglich aufgeschrieben wird. Das kann bei vermeidlicher Fehlentscheidung eine wertvolle Hilfe darstellen. Außerdem soll jedem Pflegeversicherten bei Bedarf seit Januar 2009 eine Beratung in der eigenen Wohnung zustehen.

Mann durch Krankheiten im Rollstuhl wird von einer Therapeutin behandelt

Ab wann gibt es einen Schwerbehindertenausweis?

Der Schwerbehindertenausweis kann beim zuständigen Versorgungsamt beantragt werden, wenn eine Behinderung von mindestens 50 % vorliegt. Dies soll helfen, eine Erleichterung im täglichen Leben zu erfahren. Doch was bedeuten die einzelnen Kürzel auf dem Ausweis?

  • aG bedeutet starke Gebehinderung und soll Hilfe leisten bei z. B. Parkerleichterung und auch Steuervorteile
  • B bedeutet notwendige ständige Begleitung und soll Hilfe leisten bei z. B. für die Begleitperson eine kostenlose im Nahverkehr
  • Bl bedeutet Blindheit und soll Hilfe leisten bei z. B. Steuervorteile und Parkplatzvorteile in jedem Auto in ganz Europa
  • G bedeutet Gehbehinderung und soll Hilfe leisten bei z. B. im Nahverkehr kostenlose Beförderung und auch Steuervorteile
  • GI bedeutet Schwerhörigkeit o. Gehörverlust und soll Hilfe leisten bei z. B. Steuerermäßigung beim KFZ und kostenlosen Beförderung im Nahverkehr
  • H bedeutet hilflos und soll Hilfe leisten bei z. B. Steuervorteile und kostenlose Beförderung im öffentlichen Nachverkehr
  • RF bedeutet Gebührenbefreiung von Fernseh- und Rundfunkgebühr und erhalten z. B. Sehbehinderte oder Blinde ab einem Grad von 60 %
  • 1. Kl. bedeutet benötigt 1. Wagenklasse und soll Hilfe leisten z. B. für den Transport von schwer behinderten Menschen 2. Klasse Fahrscheine können in der 1 Klasse fahren ab einer Erwerbsunfähigkeit von 70 %. (Bei der deutschen Bahn genau nachfragen)



Welche Pflegestufe gibt es und ab wann tritt sie in Kraft?
Es mittlerweile 4 Pflegestufen, die aufgrund von bestimmter Behinderung und Krankheiten beantragt werden können. Dabei wird durch den medizinischen Dienst der Krankenkassen (MDK) überprüft, wo der Behinderte ohne fremde Hilfe in seiner Ernährung, Körperpflege und Mobilität eingeschränkt ist. Die Leistungen sind dann je nach Pflegestufe zu gewähren.

  • Pflegestufe 0

Diese Pflegestufe wurde erst 2008 eingeführt, um den Menschen zu helfen, die bisher ohne Pflegstufe waren. Die Pflegestufe 0 wird gewährt, wenn der MDK eine sehr eingeschränkte Alltagskompetenz wie z. B. bei Demenzpatienten feststellt. Dabei kann pro Monat bis zu 200 Euro gewährt werden.

  • Pflegestufe 1

Diese Pflegestufe gilt bei Personen, die erheblich pflegbedürftig sind und somit Pflege von mehr als 90 Minuten täglich benötigen und Grundpflege davon mindestens 45 Minuten braucht. In der Regel beträgt das Pflegegeld für Angehörige im Monat 215 Euro, oder aber es wird ein ambulante Pflege durch den Pflegedienst beauftragt, dann kann die Sachleistung auch bis zu 420 Euro betragen.

  • Pflegestufe 2

Diese Pflegestufe gilt für behinderte Personen, die mindestens 2 Stunden Grundpflege beführen und insgesamt täglich 3 Stunden Pflege brauchen. Dabei werden die Kranken als schwerpflegebedürftig bezeichnet. Die häusliche Pflege durch Angehörige gibt es ein Pflegegeld von 420 Euro, während die Leistung der ambulanten Pflege durch den Pflegdienst mit bis zu 980 Euro anrechenbar ist.

  • Pflegestufe 3

In dieser Pflegestufe wird die betreuende Hilfe mindestens 5 Stunden benötigt und die Grundpflege bedarf 4 Stunden davon. Dabei werden die Kranken als schwerstpflegebedürftig bezeichnet. Für die häusliche Betreuung durch Angehörige sind nun 675 Euro gedacht und für die Pflege durch den ambulanten Pflegdienst sind bis zu 1.470 Euro vorgesehen.

Hinweis für Eltern: Der Hilfebedarf bei behinderten Kindern wird anders berechnet, weil auch gesunde Kinder eine Hilfebedarf haben. Nur was zusätzlich an Mehraufwand für das behinderte Kind bei Betreuung und Hilfe dazukommt, wird auch in der Regel anerkannt. Quelle: http://www.ard.de


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