Bessere Gesundheit ohne Krankheiten


Direkt zum Seiteninhalt

Die EU will ab 2010 für Tierversuche mit Kaninchen einen Ersatz

Die EU will ab 2010 für Tierversuche mit Kaninchen einen Ersatz


Neben den Säugetieren wie Maus und Ratte werden jährlich ca. 100.000-mal in Deutschland das Kaninchen für Tierversuche eingesetzt. Dies soll laut EU ab 2010 durch einen Ersatzverfahren abgeschafft werden. Dabei müssten manche Tierversuche gar nicht sein, denn es gibt schon ein Ersatzverfahren für einen Test, bei dem in Deutschland jährlich nicht mehr einige 1000 Kaninchen sozusagen umsonst sterben müssten.

Kaninchen werden für Tierversuche verwendet

Leider steigt die Anzahl der Tierversuche deutlich, so dass ca. 2,6 Millionen Wirbeltiere in 2007 für die Tierversuche verwendet wurden. Und bis die Ersatzverfahren für Tierversuche erstellt sind, kann es nach Schätzungen bis zu 10 - 15 Jahre dauern. Für was werden denn die Tierversuche gebraucht? Mit den Tierversuchen werden u. a. Medikamenttests durchgeführt, Grundlagen durchgeführt und verschiedene Chemikalien getestet.

Eine Sprecherin der Linken sieht aber große Differenzen zwischen den wirtschaftlichen Interessen und der gesellschaftlichen Forderung. Auch kann es Probleme bei der Umsetzungen geben, denn selbst wenn Ersatzverfahren geschaffen wurden sind, müssen diese auch den Arzneimittelprüfvorschriften von z. B. Japan oder der USA genügen und auch aufgenommen werden. Und das kann sich auch über Jahre hinziehen. Aber der In vitro Pyrogen Test (IVPT), der mit menschlichen Blut durchgeführt wird und von der Uni Konstanz entwickelt worden ist, kann mehr fiebererzeugende Substanzen berücksichtigen und wäre somit den Tierversuchen überlegen.

Bei aller Liebe für die Forschung müsste auch an die Unversehrtheit und Gesundheit der Tiere gedacht werden. Auch würde bei tierversuchsfreien Test das Leiden der Tiere ein Ende haben. Denn ich glaube nicht, dass Tiere nur auf diese Welt gekommen sind, um für die Menschheit alle erdenklichen Qualen auf sich zu nehmen, nur damit die Wissenschaft neue Erkenntnisse über Krankheiten gewinnen kann. Besonders dann nicht, wenn das Ganze mit Ersatzverfahren sowieso möglich wäre. Quelle: http://www.berlinerumschau.de


Zurück zum Seiteninhalt | Zurück zum Hauptmenü