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Laut Studie ist der hohe Salzkonsum nicht die Ursache von manchen Krankheiten

Laut Studie ist der hohe Salzkonsum nicht die Ursache von manchen Krankheiten


Bisher war es für Gesundheitsexperten einfach, denn zu viel Salz galt als Übeltäter für z. B. Herzinfarkt, Bluthochdruck oder Schlaganfall. Jetzt stellt eine Studie diese Behauptung auf den Kopf, denn scheinbar soll sogar zu wenig Salz eine Gefahr für die Gesundheit darstellen, aber zu viel Salz nicht automatisch zu mehr Krankheiten führen. Doch wie passt das zusammen mit der Weltgesundheitsorganisation (WHO), die ihre nächste große Aufgabe darin sieht, den Salzkonsum in der Bevölkerung zu reduzieren. Manche sprechen schon von einer Salzlüge. Doch was wurde genau in der neuen Studie über den Salzkonsum festgestellt?

Brauchen wir ausreichend Salz für unsere Gesundheit?

Was wurde in der neuen Studie über den Salzkonsum festgestellt?

In der "Jama" Studie nahmen 3.600 Menschen teil und wurden 8 Jahre lang beobachtet, ob sich bei den Teilnehmern der Gesundheitszustand verändert. Um zu analysieren, wie viel Salz jeder Teilnehmer konsumiert, wurde im Urin der Natriumgehalt bestimmt. Es wurde Folgendes festgestellt. Bei einen hohem Salzkonsum starben in den gleichgroßen Gruppen nur 10 Personen (0,8 Prozent), beim mittleren Salzkonsum starben schon 24 Teilnehmer (1,9 Prozent) und in der Gruppe, wo die Natriumausscheidungen niedrig waren, starben sogar 50 Menschen (4,1 Prozent) im Zeitraum von 8 Jahren. Erstaunlich war auch, dass die Gefahr für Krankheiten wie z. B. Gefäß- oder Herzleiden deutlich abnahm, wenn die Versuchspersonen mehr Salz konsumierten. Allerdings zeigte sich, dass bei erhöhtem Salzverzehr auch der obere Wert des Blutdrucks stieg, was aber ohne gesundheitliche Folgen blieb.

Warum die Kritiker der Studie weithin den hohen Salzkonsum für schädlich halten?

So kritisieren die Kritiker, dass die Studie eine Vielzahl möglicher methodischer Schwächen aufweist und insgesamt für schlecht gemacht halten. So wird auch kritisiert, dass ja in der Studie festgestellt wurde, dass der Blutdruck durch den erhöhten Salzkonsum steigt. Somit wäre selbst in dieser Studie bewiesen, dass das Salz den Blutdruck erhöht, nur die Schlussfolgerung, dass dies nicht zu Krankheiten führen kann, wäre falsch. Denn desto niedriger der Blutdruck sei, desto nützlicher kann es gegen Krankheit wie z. B. Schlaganfall oder Herzinfarkt sein. Zumal es zig Studien gäbe, die bestätigt haben, dass der Konsum von weniger Kochsalz einen günstigen Effekt hat.


Weshalb Salz nicht gleich Salz ist?

Was wurde aus dem Salz, das man früher auch weißes Gold bezeichnet hat? Eins ist sicher, würden wir überhaupt kein Salz essen, würden wir nicht mehr lange leben. Doch das heutige Kochsalz hat nicht mehr viel mit dem weißen Gold zutun, denn früher waren bis zu 84 Elemente drinnen, bei dem handelsüblichen Kochsalz oftmals nur noch 2, nämlich das Natrium (Na) und das Chlorid (Cl). Nicht nur, dass bei dem NaCl wichtige Spurenelemente und Mineralen fehlen, wird z. B. um die Fähigkeit des Rieseln zu verbessern manchmal auch chemische Zusätze beigemischt. Da NaCl auch als Konservierungsmittel eingesetzt werden kann, findet sich das Salz auch z. B. in Käse, Brot, Fertiggerichten oder Schinken wieder. So essen wir unbewusst viel Salz, was sich summieren kann. Bei Menschen mit Krankheiten kann dieser unbewusste Salzverzehr zur echten Gefahr für die Gesundheit werden. Quelle: http://www.tagesspiegel.de


Ein Youtube Beitrag zum Thema "Böses Salz? - Odysso - SWR"
In dem Video von "ard" wird in der Sendung Odysso gezeigt, wie viel Salz wirklich gefährlich für die Gesundheit sein kann.


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