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Die schleichende Krankheit: Schwerhörigkeit

Die schleichende Krankheit: Schwerhörigkeit


Krankheitszeichen einer Schwerhörigkeit:

Man kann eine Schwerhörigkeit vermuten, wenn Sie das Ticken eine Uhr nicht mehr hören, Sie die Unterhaltung mit mehreren Menschen nur schwer verstehen, beim Telefonieren nicht mehr alle Wörter richtig verstehen, im Straßenverkehr erst sehr spät heranfahrende Autos hören oder im Theater nur noch in der vorderste Reihe Platz nehmen können, um alle Textpassagen zu hören. Man geht davon aus, dass wenn der Hörverlust bei ca. 20 - 40 % liegt, das noch eine geringe Schwerhörigkeit vorliegt. Eine mittlere Schwerhörigkeit liegt so bei ca. 40 - 60 % und eine hochgradige Schwerhörigkeit beginnt bei ca. 60 Prozent.

Wenn das Zuhören durch die Krankheit Schwerhörigkeit schwer fällt

Ursache und Entstehung einer Schwerhörigkeit:

Bei Hörstörungen gibt es in der Regel zwei verschiedene Arten, wobei sie auch gleichzeitig auftreten können. 1. Die Schallleitungsschwerhörigkeit. Dabei ist entweder das Mittelohr oder das Trommelfell betroffen und liegt sozusagen im Gehörgang. Verursacht kann die Schallleitungsschwerhörigkeit durch Krankheiten wie z. B. Mittelohrentzündung, Trommelfellzerreißung, Entzündung des äußeren Gehörgang oder Fremdkörper mit Verschluss, Otosklerose, Ohrschmalzpfropfen, Tubenmittelohrkatarrh und Verletzungen oder Fehlbildung des mittleren oder äußeren Ohres. Durch eine medizinische Behandlung kann diese Schwerhörigkeit gebessert oder sogar beseitigt werden. 2. Die Schallempfindungsschwerhörigkeit. Die Schwerhörigkeit kann auftreten, wenn entweder im Innenohr die Haarzellen betroffen sind oder der Hörnerv zum Gehirn betroffen ist. Die möglichen Ursachen können z. B. eine angeborene oder vererbte Schwerhörigkeit sein, eine Innenohrentzündung, Lärmschäden, Schalltrauma, Tumor, Infektionskrankheiten, altersbedingte Degeneration, Hörsturz, durch Chemikalien oder Nebenwirkungen von Medikamenten, Meniersche Krankheit oder Multiple Sklerose sein. Man geht davon aus, dass ca. jede 15. Person in Deutschland hörbehindert ist, wobei bei älteren Menschen das Leiden häufiger auftritt. Das Risiko sich sein Gehör zu schädigen steigt bei z. B. Öfteren Diskoaufenthalte mit lauter Musik, Wohnen in der Nähe eines Flughafens, dem häufigen lautgestellten MP3 Player, wenn die Wohnung bei einer sehr befahrende Straße ist, bei lauten Arbeitsplätzen ohne Gehörschutz und sonstigen lauten Aufenthalt (wie z. B. bei Rockkonzerten). Das Geräuschempfinden verdoppelt sich subjektiv alle 6 Dezibel, so das zu 60 Dezibel zu 120 Dezibel nicht doppelt so laut wahrgenommen wird, sondern ca. 10 Mal so laut wirkt. Ab 85 Dezibel wird es gefährlich für das Gehör, wenn es länger Zeit gehört wird. Schon ein LKW, der in etwa 5 Meter Abstand vorbei fährt, kann einen Lärm von ca. 90 Dezibel machen. Die Schmerzgrenze liegt so bei 120 Dezibel, was ungefähr einem Presslufthammer entspricht. Ein tieffliegender Kampfjet in ca. 75 Meter Höhe kann laut Studie eine Lautstärke bis zu ca. 130 Dezibel haben und bei Kindern und anderen empfindlichen Menschen zu einem möglichen Hörschaden führen.

Behandlung einer Schwerhörigkeit:

So bald Sie das Gefühl haben schlechter zu hören oder z. B. hohe Töne nicht mehr wahrnehmen können, sollten Sie einen Arzt aufsuchen. Sollten Medikamente eingenommen werden, die als mögliche Nebenwirkung den Hörschaden verursacht haben, ist es ratsam mit Absprache des Arztes die Medikation umzustellen oder abzusetzen. Auch sollten Krankheiten, die für die Schwerhörigkeit verantwortlich sind mitbehandelt werden. Während es bei der Schallleitungsschwerhörigkeit je nach Ursache oft verschiedene mögliche Behandlungsmethoden gibt, ist bei Schallempfindungsschwerhörigkeit meist keine operative oder medikamentöse Behandlung möglich. Lediglich bei Entzündungen kann eine Behandlung weitere mögliche Schädigungen verhindern. Gefahren für Hörstörungen lauern auch in der Schwangerschaft für das Neugeborene, wenn es zu Infektionen wie z. B. bei Röteln, Toxoplasmose oder Zytomegalie kommt. Als Vorbeugung vor Schwerhörigkeit sollte man am Arbeitsplatz wie auch in der Freizeit darauf achten, dass keine lauten Lärmquellen eine längere Zeit auf das Gehör einwirken kann. Dazu kann man Ohrenschützer, Kunststoffstöpsel oder Gehörschutzwatte verwenden. Gerade bei einem lauten Arbeitsplatz sollten Sie sich informieren, welche Schutzmöglichkeiten es gibt und auch gesetzlich vorgeschrieben sind. Ist eine Schwerhörigkeit vorhanden, kann man oft durch ein Hörgerät seine Lage verbessern. Dazu braucht es in der Regel die ärztliche Beurteilung und die Beratung eines Hörgeräte - Fachmanns. Als mögliche Hörgeräte können z. B. Ohrmuschelgeräte, Taschengeräte, Gehörganggeräte oder Hinter dem Ohr Geräte in Frage kommen. Aber bedenken Sie, dass Lärm nicht nur dem Gehör schaden kann, sondern auch durch dauernde Lärmbelästigung es zu Bluthochdruck oder anderen Krankheiten kommen kann.


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