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Renovierungsarbeiten: Schadstoffe können die Gesundheit beeinträchtigen

Renovierungsarbeiten: Schadstoffe können die Gesundheit beeinträchtigen


Wer seine Innenräume renovieren möchte, sollte es besser im Sommer tun. So gibt es länger Tageslicht zum Arbeiten, aber auch die Möglichkeit den ganzen Tag und Nacht lüften zu können, weil Schadstoffe in vielen Baustoffen enthalten sind. So warnt ein Mitarbeiter des TÜV Rheinland, dass in vielen Lacken, Farben und auch Bodebeläge einige Schadstoffe lauern können. Manche Schadstoffe brauchen einige Monate bis Jahre, bis sie ausgedünstet sind und können in dieser Zeit das Raumklima beeinträchtigen und der Gesundheit schaden.

Bei Malerarbeiten wegen der möglichen Schadstoffbelastung gut lüften

Was gibt es bei der Renovierung in Innenräume zu beachten?

Nach einer Renovierung sollte allein schon wegen der möglichen Geruchsbelästigung einige Monate gut lüftet werden. Aber auch ohne diese Gerüche sind Emissionen möglich, da die menschliche Nase nicht alle Ausdünstungen oder Belastungen auch riechen kann. Die beste Zeit zum Lüften ist eigentlich im Sommer, so dass diese Zeit allein schon wegen den Energiesparaspekte für Renovierungsarbeiten in Innenräume ideal ist. Allerdings mögen Farben laut dem Frankfurter Paint Quality Institute keine Temperaturen über 30 Grad bei der Verarbeitung, da die Farben gewissermaßen wetterfühlig sind. Schon während der Renovierung z. B. bei Malerarbeiten kann die Schadstoffbelastung hoch sein, so dass möglichst bei offenem Fenster gearbeitet werden sollte.


Welche Produkte sind besonders schadstoffarm?

Laut eines Mitarbeiters beim Umweltbundesamt in Dessau würden fast alle Bauprodukte organische flüchtige Substanzen emittieren, die so in die Raumluft gelangen können. Um nicht alle Bauprodukte selber auf Ihre Inhaltsstoffe zu analysieren, empfiehlt er auf das Umweltschutzlabel "Blauer Engel" zu achten. Auch gibt es eine Baustoffliste vom TÜV Rheinland, die ein Toxproof - Siegel tragen dürfen. Dieses Siegel bekommen nur Bausstoffe, die wesentlich unter den gesetzlichen Forderungen bei den gemessenen Schadstoffemissionen liegen. Auch weist er drauf hin, dass Umweltfarben nicht unbedingt völlig unbedenklich sein müssen. Da bei Umweltfarben meist natürliche Terpene statt Lösungsmittel benutzt werden, die aus Zitrusschalen und Kiefernharz gewonnen werden, können diese allergische Reaktionen begünstigen.

Was gibt es sonst noch zu beachten?
Die Teppiche können eine weitere Schadstoffquelle sein. Wichtig ist sich genau vor dem Kauf zu informieren, was für Inhaltstoffe die Bodenbeläge haben. So sind in synthetischen Bodenbelägen öfters Lösungsmittel enthalten, die von Belag zu Belag unterschiedlich Hoch sein können. Auch Naturteppiche müssen nicht immer frei sein vor Chemie. So werden z. B. Wollteppiche meistens gegen Mottenfraß behandelt, was zu gesundheitlichen Reaktionen wie Allergien führen kann. Zum Verlegen von Teppichboden sollte laut Experten des TÜVs nur Klebeband verwendet werden, um den Schadstoffgehalt so gering wie möglich zu halten. Beim Verkleben des Teppichbodens würde es meist mehr der Belastungen von Schadstoffen entstehen.

Wie kann man dem Fogging Effekt vorbeugen?
Das regelmäßige Lüften über Monate hinweg nach der Renovierung hat noch einen anderen Vorteil, denn es kann dem Fogging Effekt (Schwarzfärbung der Innenräume) vorbeugen. Zur Beginn der Heizperiode können sich russartige Beläge aus Fasern und Staub mit den Farben, Klebstoffen und Lacken verbinden. Übrigens tritt dieser Effekt am Häufigsten in Neubauten und nach Renovierungsarbeiten auf. Und das soll laut der Bremer Umwelt Beratung durch regelmäßiges Lüften nach Renovierungsarbeiten vorgebeugt werden.

Schadstoffe und die Gesundheit
Grundsätzlich ist natürlich das Wichtigste beim Lüften die Vermeidung von Schadstoffen für die Gesundheit. Ist der Mensch von Schadstoffen erkrankt, wird es schwer sein zu beweisen, dass es genau die Baustoffe waren, die verantwortlich sein können. Viel besser ist da die Vorbeugung, denn niemand muss glauben, er ist vor Schadstoffe immun. Auch für werdende Eltern ist es ratsam, eben nicht das Kinderzimmer vor der Geburt zu renovieren, um dem Neugeborene nicht schon zu Beginn seines Lebens mit erhöhten Schadstoffen auszusetzen. Manchmal hilft in der Tat, schon kurz vor dem Kauf an Produkten zu riechen, ob möglicherweise Schadstoffe ausgasen können. Quelle: http://www.maerkischeallgemeine.de


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