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Wenn die Muskeln zu schnell müde werden - Myasthenia gravis (Muskelschwäche)

Wenn die Muskeln zu schnell müde werden - Myasthenia gravis (Muskelschwäche)


Krankheitszeichen einer Myasthenia gravis (Muskelschwäche) :

Die Krankheit kann auch als Muskelschwäche genannt werden, was aber in der Medizin als "Myasthenia gravis" bezeichnet wird. Während man sich morgens meist noch leistungsfähig fühlt, kann nach einiger Beanspruchung der Muskeln eine Erschöpfung eintreten. In circa der Hälfte der Fälle zeigen sich zum Beginn der Krankheit gewisse Beeinträchtigung an den Augen. Da auch die Lidhebermuskeln betroffen sein können, sieht der Blick des Betroffenen häufig einem Schlafzimmerblick gleich. Außerdem kann die Beweglichkeit von Schlund oder Gaumen eingeschränkt sein. Aber auch die Beine, Arme, Rumpf und Hals können von der Muskelschwäche betroffen sein, was aber meist im fortgeschrittenen Krankheitsverlauf auftritt. Häufige Symptome zu Beginn der Krankheit sind Doppelbilder und Lidschwäche, Sprech- und Schluckbeschwerden und Bein und Armschwäche.

Wenn die Muskeln nicht mehr richtig funktionieren, kann es zu Krankheiten kommen

Ursache und Entstehung einer Myasthenia gravis (Muskelschwäche) :

Man geht davon aus, dass die Krankheit Myasthenia gravis eine Autoimmunkrankheit ist. Dabei wird vermutet, dass das Organ Thymus bei der Muskelschwäche eine Rolle spielt, weil es eine wichtige Funktion für das Immunsystem darstellt, sich aber nach der Pubertät zurückbildet. Zu der Krankheit kommt es, wenn sich die Impulse der Nerven nicht mehr richtig auf die Muskeln übertragen. Die Muskelschwäche ist nicht erblich und soll etwas häufiger bei jüngeren Frauen auftreten, als bei Männern. Die Hauptgefahr eines Myasthenia gravis ist, wenn es zur Lähmung der Atemmuskulatur kommt. Das Auftreten der Muskelschwäche kann plötzlich auftreten, wieder verschwinden und zurückkehren, aber auch ein langsamer kontinuierlicher Verlauf ist möglich. Symptomverstärkend auf die Krankheit können Fieber, hormonelle Schwankungen, seelische wie körperliche Belastungen, Hitze, andere Krankheiten, einige Medikamente wie z. B. Psychopharmaka oder Antibiotika, manche Narkosemittel, Vibrationen, Infekte oder Entzündungen sein.

Behandlung einer Myasthenia gravis (Muskelschwäche) :

Sobald eine Muskelschwäche oder andere Krankheiten auftreten, sollte man zum Arzt gehen. Doch nicht immer wird die richtige Krankheit auch gefunden, sodass es durchschnittlich 2,7 Jahre dauern kann, bis das Myasthenia gravis auch gefunden wird. So kann es passieren, das aufgrund von einer Fehldiagnose der Patient erst ein Ärztemarathon durchmachen muss. Dabei ist die richtige Behandlung einer Muskelschwäche wichtig, denn sonst kann es zu Symptomverschlechterung kommen. Häufig wird die Myasthenia gravis bei einem leichtem Verlauf mit Medikamenten wie z. B. Mestinon® oder Prostigmin® behandelt. Bei einer stärker ausgeprägten Muskelschwäche kann auch z. B. Azathioprin (Immunabwehrunterdrückung) oder Kortison zum Einsatz kommen. Wird die Thymusdrüse durch eine Operation entfernt, soll es laut 3/4 aller Patienten zu einer deutlichen Besserung gekommen sein. Ob eine Operation notwenig ist, sollten sie mit Ihrem Arzt absprechen.


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