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Krankheiten: An Lungenkrebs sterben durch Radon in Gebäuden jährlich viele Menschen

Krankheiten: An Lungenkrebs sterben durch Radon in Gebäuden jährlich viele Menschen


Umweltmediziner aus Erlangen haben in einer Studie festgestellt, dass das radioaktives Radon Gas gefährlicher ist, als man bisher dachte. Und die Gefahr ist groß, denn ca. 1.900 Menschen in Deutschland müssen durch das Radon Gas in Gebäuden an Lungenkrebs jährlich sterben. Damit ist Radon die zweitwichtigste Todesursache nach dem Rauchen bei Lungenkrebs - Krankheiten, so der Forscher. Sogar aromatische polyzyklische Kohlenwasserstoffe oder Asbest sollen keine so große Lungenkrebs - Gefahr darstellen wie die Radonbelastung. Um zu verhindern, dass radioaktives Radon die Gesundheit beinträchtigen kann, sollte man die Gebäude möglichst radonsicher (um)bauen. Doch wie hoch waren die Werte von Radon in den gemessenen Gebäuden und ab wann wird es gefährlich? Wo ist die Gesundheitsbelastung in Deutschland am Größsten und wo am Geringsten?

In Gebäuden mit hohen Radonwerten kann die Gesundheit gefährdet sein

Was für Radonwerte wurde in den Gebäuden gemessen?

Zuerst wurde der durchschnittliche Radonwert der Außenluft gemessen. Der Wert der Außenluft pro Kubikmeter lag bei rund 1 - 15 Becquerel. Die durchschnittliche Innenraum Konzentration lag in den gemessen Gebäuden bei 49 Becquerel. Allerdings wurden bei 36 % der in Deutschland untersuchten Gebäude einen Radonwert von über 100 Becquerel gefunden. Noch Schlimmer war es bei 18 % der Gebäude, wo ein Wert von über 200 Becquerel gemessen wurde. So fordern die Wissenschaftler der Uni Erlangen, das in Innenräumen die Radonbelastung pro Kubikmeter nicht mehr als 100 Becquerel betragen sollte.

Wo in Deutschland ist die Radonbelastung am Höchsten?
Die geologische Beschaffenheit und der Untergrund spielt bei der Belastung von Radon eine wichtige Rolle. Bei den Gebäuden kommt es darauf an, wie der Luftaustausch und die Bauweise des Haus beschaffen sind. Nördlich von München, im Erzgebirge und im südlichen Schwarzwald, sowie teilweise im bayerischen Voralpenraum soll die Radon - Belastung am Größten in Deutschland sein. Die Konzentration ist wesentlich geringer z. B. in Brandenburg, im Rhein-Main-Gebiet, in der norddeutschen Tiefebene und in vielen Teilen von Baden Württemberg.

Was ist Radon und wie hoch ist das Risiko krank zu werden?
Bei Radon handelt es sich um ein Edelgas, das geschmacklos, geruchlos und farblos ist. Das Radon kommt häufig dort vor, wo Uran oder Thorium in Erdreich oder Gestein sich befindet. In Uranbergwerken zum Beispiel sind deshalb hohe Konzentrationen zu erwarten. Das Edelgas kann in die Häuser eindringen, wenn u. a. die Bodenplatte undicht ist oder Wände die Erde berühren. Das Risiko bei 100 Becquerel pro Kubikmeter Luft an Lungenkrebs zu erkranken liegt bei ca. 8 - 16 %. Quelle: http://www.aerzteblatt.de


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