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Legionärskrankheit: Welche Gefahren im Badezimmer lauern können?

Legionärskrankheit: Welche Gefahren im Badezimmer lauern können?


Die Legionärskrankheit wird häufig unterschätzt, kann aber zu schwersten Krankheiten wie zum Beispiel Lungenentzündung führen. Ob nun im Badezimmer, Whirlpool oder Klimaanlagen, die Legionellen können sich unbemerkt stark vermehren. In Deutschland will man jetzt den Kampf gegen die Gefahr der Legionärskrankheit angehen und so wurde die Trinkwasserverordnung zum November 2011 geändert. Welche Möglichkeiten gibt es, die Gefahr für die Gesundheit durch die Bakterien zu verringern und was bei der neuen Trinkwasserverordnung vorgeschrieben ist? Auch auf Urlaubsreisen können die Legionellen lauern und man sollte deshalb gewisse Vorsichtsmaßnahmen treffen. Welche Symptome können bei einer Legionärskrankheit auftreten und was für eine Behandlung bei dieser Krankheit notwenig werden kann? Obwohl man oft selten von der oft tödlichen Krankheit mit Legionellen hört, tritt sie doch bislang relativ sehr häufig auf.

Wie sicher ist es für die Gesundheit, wenn Erreger im Wasser sich verbreiten können?

Was ist eine Legionärskrankheit genau?

Bei der Legionärskrankheit handelt es sich um Bakterien, die häufigste auftretende Form der Erreger sind die Legionella pneumophila. Die Erkrankung kann einen lebensgefährlichen Verlauf nehmen und ruft meistens eine Lungenentzündung hervor. Es gibt auch seltener einen milderen Verlauf der Krankheit (ohne Lungenentzündung) und nennt sich dann Pontiac Fieber. Andere seltene Formen der Krankheit können zum Beispiel eine Nierenbeckenentzündung oder andere Infektionen hervorrufen. Zum ersten Mal trat scheinbar die Legionärskrankheit im Jahre 1976 in den USA auf, wo bei einer Konferenz ca. 180 Teilnehmer an dieser Krankheit erkrankten. Die Hauptursache der Bakterienbildung wird durch die fehlende Zirkulation des Trinkwassers vermutet, sowohl in den Rohrleitungen, als auch in großen Warmwasserspeichern. Das Infektionsrisiko ist zum Beispiel bei Whirlpool, Schwimmbecken, Duschen und Klimaanlagen erhöht. Bei der Legionärskrankheit erkranken häufig mehr Männer (bis zu 3 x so häufig) als Frauen. Der Erreger wird in der Regel eingeatmet und bevorzugt hauptsächlich warmes Wasser, die bei einer Temperatur von ca. 20 - 50 Grad besonders gut vermehren können. Es wird geschätzt, das rund 400 - 500 Krankheitsfälle in Deutschland pro Jahr auftreten. Die Krankheit ist meldepflichtig und die Inkubationszeit (Zeit zwischen Ansteckung und Ausbruch der Krankheit) beträgt in der Regel zwischen 2 und 10 Tagen.


Wie kann man sich vor einer Legionärskrankheit schützen?

Einen 100%-Schutz von der Ansteckung mit Legionellen gibt es zwar nicht, aber eine deutliche Verringerung der Gefahr einer Ansteckung ist möglich. Hier ein paar Tipps, wie Sie sich besser vor der Legionärskrankheit schützen können.

  • Bei der Heizung sollte man das Warmwasser auf eine Temperatur auf 60 Grad dauerhaft einstellen. In der Regel überleben die Legionellen diese Temperatur nicht. Wer das Warmwasser nur zum Beispiel auf 50 Grad einstellt, um Geld zu sparen, kann seine Gesundheit in Gefahr bringen.
  • Um die Gefahr von Krankheiten durch Legionellen zu minimieren, kann es sich lohnen, einen aerosolarmen Duschkopf zu installieren. Diese Duschköpfe gibt es sogar in wassersparender Ausführung.
  • Sind Sie auf Reisen und haben keinen Einfluss auf die Wasserqualität und Ausführung, dann kann man versuchen, durch mehrere Minuten Wasser laufen lassen die Rohrleitung zu spülen. Dazu sollten Sie aber den Raum verlassen, sowie die Türe verschließen und den Raum in der Zwischenzeit gut lüften. Auch nach dem Urlaub wäre dieser Vorgang zu Hause zur Vorbeugung vor Krankheiten ratsam.
  • Sollten Sie gesundheitliche Bedenken bei der Wasserqualität von fremden Whirlpools oder Schwimmbäder haben, dann meiden Sie diese Anlagen. Übrigens soll sich der Erreger nur im Süßwasser vermehren können, so dass Salzwasseranlagen hinsichtlich der Legionellen bedenkenlos benutzbar wären.
  • Auch Klimaanlagen können mit Legionellen verseucht sein. Bei Bedenken sollten Sie die Klimaanlage der Gesundheit zu Liebe lieber ausgeschaltet lassen. Zudem können Luftbefeuchter eine Quelle von Legionellen sein, bei Verdacht auf Unsauberkeit lieber abgeschaltet lassen.


Was gibt es bei der neuen Trinkwasserverordnung zu beachten?
Die neue Trinkwasserverordnung, die im November 2011 in Kraft getreten ist, will durch die Neureglung erreichen, dass durch Untersuchungen von gewerblichen Anlagen, als auch die Heizungsanlagen von Vermietern überprüft werden sollen. Hierbei geht es um Wasserheizkessel (auch Boiler) für warmes Wasser ab 400 Liter, so wie von Rohrleitungen, deren Füllmenge zwischen Entnahmestelle und dem Warmwassertank mehr als 3 Liter umfassen. Wenn in 100 ml Wasser sich mehr als 100 Legionellen befinden, kann man von einem Mangel sprechen, der in dem betreffenden Wassersystem zu suchen ist. Wer ein Wassersystem hat, das anzeigepflichtig ist, sollte sich ein Formblatt vom Gesundheitsamt besorgen und wahrheitsgemäße Angaben machen. Es drohen bei nicht Beachtung der neuen Vorschrift strenge Strafen bis hin zu Freiheitsstrafen. Zur Klärung mancher Unklarheiten kann vielleicht auch schon ein Telefonat mit dem zuständigen Gesundheitsamt sorgen. Quelle: http://www.bmg.bund.de

Weitere Info zur Trinkwasserverordnung von der Bundesregierung (hier klicken)

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Ein Youtube Beitrag zum Thema "Trinkwasserverordnung - Vermieter müssen Warmwasseraufbereitung prüfen".
In dem Video von "HausundGrundVerband" wird gezeigt, was bei der neuenTrinkwasserverordnung beachtet werden sollte.


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