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Sind dauerhafte gespielte Freundlichkeit im Job für die Seele ungesund?

Sind dauerhafte gespielte Freundlichkeit im Job für die Seele ungesund?


Wer kennt Sie nicht, die lächelnde Backwarenverkäuferin, Flugbegleiterinnen, Busfahrer oder Verkäufer im Einzelhandel. Meines Wissen soll sogar bei einem Discounter das Lächeln an der Kasse vorgeschrieben sein. Doch was ist, wenn einem gar nicht zum Lächeln und der Freundlichkeit zumute ist? Das Lächeln müssen soll unter Umständen zu Krankheiten führen können, da laut Psychologen das dauerhafte gute Laune vorspielen, obwohl man gar nicht fröhlich ist, Stress verursachen kann. In einer Studie wurde jetzt festgestellt, dass Busfahrer, die den ganzen Tag lächeln müssen, abends öfters unter emotionalen Erschöpfungen leiden. Doch was löst genau diesen Stress aus und warum Unternehmen, die Ihr Personal zu gespielter Freundlichkeit auffordern, sich möglicherweise selber schaden können?

Wenn gespielte Freundlichkeit zu Krankheiten führen kann

Warum kann aufgesetztes Lächeln zu Krankheiten führen?

Stellen Sie sich doch folgendes vor. Sie sitzen in einem Callcenter und müssen 8 Stunden bei jedem Telefonat lächeln. Der Abteilungsleiter ermahnt dabei die Mitarbeiter, stets freundlich zu sein und ein Lächeln aufzusetzen, damit die gute Laune auch über das Telefon übertragen wird. Aus Angst, den Arbeitsplatz zu verlieren, werden die Mitarbeiter vermutlich der Anweisung folgen, damit Sie nicht abgemahnt oder entlassen werden. Das kann doch beim besten Willen nicht gesund sein. Im Gegenteil, wenn Sie dauernd lächeln müssen, obwohl Sie sich nicht gut Fühlen, kann das auch auf die Seele gehen. Auch sollen Sie am Telefon womöglich jede Kritik der Kunden mit einem Lächeln schlucken. Das kann auf Dauer massiv der Gesundheit schaden. In einer Studie über Busfahrer wurde analysiert, wie es den Busfahrer am Abend geht, wenn Sie den ganzen Tag lächeln müssen. Sie waren im Vergleich zu den Kollegen, die normal reagieren dürfen, mehr emotional erschöpft, waren öfters krank und weniger motiviert. Was das auf Dauer genau für Krankheiten auslösen kann, wurde nicht untersucht.

Warum Kunden durch das gespielte Lächeln verärgert werden können?

Nicht nur, dass die Mitarbeiter durch die gespielte Freundlichkeit Ihrer Gesundheit schaden können, gab es auch noch eine Studie der Universität Wien mit 270 Probanden, wo untersucht wurde, wie vorgespielte Sympathie bei den Kunden ankommt. Dabei kam heraus, dass bei vorgetäuschter Sympathie der Kunde immer desinteressierter wird. Analysiert wurde dabei Körperhaltung, Blickkontakt und Gesten des Verkäufers und des Kunden. So soll zum Beispiel ein lächelnder Verkäufer, der aber gleichzeitig in der Körpersprache das Gegenteil zeigt, nicht glaubwürdig sein und sogar den Kunden massiv verärgern können. Auch ich habe das schon erlebt, das die Freundlichkeit oft nur gespielt ist. Das stellen Sie meist sehr schnell fest, wenn es Reklamationen gibt. Dann war auf einmal derselbe Verkäufer gar nicht mehr so freundlich wie zuvor. Als Kunde braucht man meist nicht einen dauergrinsenden Verkäufer, der damit auch noch seine eigene Gesundheit auf Spiel setzen kann, sondern einfach nur einen Menschen, der es gut und ehrlich mit einem meint. Dass Spaß auch im Job möglich ist, wenn man menschlich bleibt, kann man im untenstehenden Video sehen. Quelle: http://sciencev1.orf.at


Ein Youtube Beitrag zum Thema "Lachanfall im Parlament - SPIEGEL TV "
In dem Video von "spiegeltv" wird gezeigt, das echtes Lachen und gute Laune durchaus im Job möglich ist. Und da echtes Lachen ja gut für die Gesundheit sein soll, sollte Sie sich das Video unbedingt ansehen.


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