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Kleinwüchsige Menschen - Ursache, Häufigkeit und Behandlung

Kleinwüchsige Menschen - Ursache, Häufigkeit und Behandlung


Die verschiedenen Formen der Behinderung durch Kleinwüchsigkeit :
Hier ein Auszug über die möglichen Formen und Ursachen von kleinwüchsigen Menschen:

  • Kleinwuchs in der Familie

Hat meist keine Ursache von Krankheiten, sondern die Ursache ist in der Familie zu suchen. Oftmals ist ein Elternteil von Kleinwuchs selber betroffen und der Kleinwuchs des Kindes ist zwar unterhalb der normalen Norm, jedoch hat das Kind normale Wachstumsphasen wie auch andere unauffällige Kinder.

  • Kleinwuchs aus hormonellen Gründen

Das Wachstum kann beeinflusst sein von teilweise fehlenden Hormonen, die entweder schon bei der Geburt fehlten oder aber bei der Kindheit aufgetreten sind. Für ein normales Wachstum braucht das Kind u. a. bestimmte Wachstumshormone, die sich z.B. in der Schilddrüse oder Hirnanhangdrüse bilden können.

  • Kleinwuchs durch verzögerte Entwicklung

Durch biologische Faktoren kann es vorkommen, dass bei Kindern das Wachstum verzögert ist. Am Knochenalter soll eine solche Verzögerung der Reife bestimmt werden können. Jahre später können die Kinder trotzdem noch das Wachstum erreichen, wenn jedoch öfters die Kinder kleiner sind als andere Kinder, was aber vermutlich auf die Erbinformation der beiden Eltern zurückzuführen ist.

Welche Auswirkung auf die Gesundheit hat die Behinderung von kleinwüchsigen Menschen?
  • Kleinwuchs schon bei der Geburt

Wenn das Kind bei der Geburt schon zu klein ist, ob wohl es durch die Schwangerschaftsdauer normalerweise schon größer sein sollte, spricht man von SGA (Small for Gestational Age), was so viel bedeutet wie: Zu klein für das Alter bzw. der Schwangerschaftsdauer. Betroffenen sind doch ca. 5 Prozent der Geburten, wobei rund 90 Prozent innerhalb von 2 Jahren den Wachstumsrückstand aufholen können. Man vermutet das Rauchen in der Schwangerschaft, chronische Krankheiten, Alkoholkonsum oder Medikamente die mögliche Ursachen des SGA sein können. Aber auch bei Mehrlingsgeburten, Funktionsstörungen in der Plazenta, Erbgutstörungen oder eine mögliche vorgeburtliche Krankheit des Kindes, kann die Ursache entstanden sein.

  • Kleinwuchs durch Skelettdysplasien

Schon bei der Geburt kann eine Skelettdysplasie erkennbar werden, da es häufig zu Veränderungen oder Verschiebungen des Skelettsystems kommen kann. Es gibt verschiedene Formen der Skelettdysplasien (wie z.B. Hypochondroplasie, Achondroplasie, Phosphatdiabetes, SEDC, Pseudoachondroplasie oder Diastrophische Dysplasie) und sind seltene Krankheiten, die bei 10.000 Geburten ca. 4 Kinder betreffen.

  • Kleinwuchs durch psychosozialer Umgebung

Wie wichtig ein harmonisches Umfeld in der Familie ist, sieht man schon daran, dass sogar das Wachstum des Kindes durch lieblose Eltern gestört werden kann. Die gute Nachricht ist, dass wenn sich das Umfeld positiv verändert, das Kind sogar das Wachstum wieder aufholen kann.

  • Kleinwuchs durch Störungen der Chromosomen

Hier handelt es sich um Abweichungen der Geninformationen. Diese Behinderung ist vielfältig und kann zu einer Folge von Krankheiten wie z. B. das Ullrich-Turner-Syndrom führen.

  • Kleinwuchs durch das Silver-Russel-Syndrom

Häufig sind die Kinder schon bei der Geburt (ca. 44 cm) klein, obwohl die Schwangerschaft normal gedauert hat. Auffällig sollen bei diesen Kindern ein spitzes Kinn, ein eckiges Gesicht und einen großen Kopf sein. Die Körperhälften können eine Asymmetrie aufweisen, was bei ca. 50 Prozent der Fall ist. Bei Frauen liegt die Größe nach der Wachstumsphase bei rund 140 cm und bei den Männern bei ca. 150 cm.

  • Kleinwuchs durch Krankheiten

Auch Krankheiten wie z.B. schwere Nierenfunktionsstörungen, Herzfehler, Verdauungsstörungen, Stoffwechselstörungen können das Wachstum behindern, wobei auch Fehlernährung oder eine Unterernährung das Wachstum stören kann. Werden diese Krankheiten oder Störungen geheilt bzw. behandelt, dann kann das Wachstum wieder voranschreiten.

  • Kleinwuchs ohne biologische Ursache

Obwohl keine biologischen Ursachen gefunden werden, kann manches Kind trotzdem unter dem statistischen Wert liegen. Das ist dann keine Wachstumstörung, sondern der Grund ist eher in der evolutionären Vielfalt zu suchen.

Ursachen und Häufigkeit der Behinderung durch Kleinwüchsigkeit :
Wie Sie oben lesen konnten, sind die Ursachen von Kleinwüchsigkeit vielfältig. Nur 8 Prozent der betroffenen Kinder fehlt es an Wachstumshormonen, was durch Spritzen ausgeglichen werden kann. Die große Mehrzahl hat andere Ursachen und eine davon hängt mit den Genen zusammen. Es wird geschätzt, dass in Deutschland alleine schon über 100.000 Betroffene der Kleinwüchsigkeit gibt. Auch ca. 8.000 Menschen in Österreich sind kleinwüchsig. Als kleinwüchsig gilt, der rund 20 - 30 % kleiner ist, als die durchschnittliche Norm. Die Endgröße der Kinder im Erwachsenenalter beträgt oft zwischen 90 cm und 150 cm. Obwohl die Behinderung schon schlimm genug wäre, haben die Betroffenen aufgrund Ihrer Größe zusätzlich mit fehlendem Respekt, psychologische Probleme, Bevormundung und anderen Problemen zu kämpfen. Die Rückzugstendenzen sind deshalb bei den kleinwüchsigen Menschen relativ groß, um den Problemen aus dem Weg zu gehen.

Behandlung der Behinderung durch Kleinwüchsigkeit :

Grundsätzlich sollte man zum Arzt gehen, wenn eine Kleinwüchsigkeit vermutet wird. Dabei bedarf es einer genauen Diagnose und Verlaufskontrolle, sowie in manchen Fällen spezielle Krankengymnastik oder Frühförderung. Wurde ein Mangel an Wachstumhormonen festgestellt, kann der Arzt versuchen, diesen Mangel durch Spritzen auszugleichen. Dadurch besteht die Möglichkeit, das das betroffene Kind durch die Behandlung ein normales Wachstum erreichen kann. Wichtig ist auch die psychologische Betreuung, damit sich das Kind nicht aus dem Alltag zurückzieht. In manchen Fällen kann operativ eine Arm- oder Beinverlängerung notwenig sein, was aber nicht ohne Risiko ist. Viele Betroffene gehen in Selbsthilfegruppen, um sich über Ihre Behinderung auszutauschen. Für weitere Informationen kann der "Bundesverband Kleinwüchsige Menschen und ihre Familien e. V." hilfreich sein. Quelle und noch mehr Info: http://www.bkmf.de


Ein Youtube Beitrag zum Thema
"REHACARE 2009: Die Ausstellung des Bundesverband Kleinwüchsige Menschen und ihre Familien e. V."
In dem Video von "REHACARETradeFair" wird u. a. gezeigt, was für Hilfe kleinwüchsige Menschen benötigen.


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