Bessere Gesundheit ohne Krankheiten


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Höhere Fehlzeiten und Krankheiten bei Zeitarbeiter festgestellt

Höhere Fehlzeiten und Krankheiten bei Zeitarbeiter festgestellt


In einer Studie der Techniker - Krankenkasse wurde festgestellt, dass Zeitarbeiter häufiger krank waren als die Stammbelegschaft. Während bei den Leiharbeitern der Krankenstand bei ca. 4 Prozent liegt, waren es bei den Angestellten nur 2,9 Prozent. Es scheint auch kein Wunder zu sein, wenn die hohe Unsicherheit, schlechtes Einkommen und die harte Arbeit einmal näher anschaut. Wurde da ein System eingeführt, das auf Kosten der Gesundheit geht, weil viele Menschen dringend eine Arbeit benötigen?

Zeitarbeiter bei der Arbeit mit der erhöhten Gefahr von Krankheiten

Wie ist die Lage in der Zeitarbeit - Branche?
So waren Leiharbeiter der Techniker Krankenkasse insgesamt rund 15 Tage im Jahre 2008 krankgeschrieben. Das sind 4 Tage mehr als bei den normal Beschäftigten. So befürchteten 51 % der Zeitarbeiter einen unsicheren Arbeitsplatz und sogar 62 % sehen die Chancen für sich gering ein. Auch beim Einkommen haben 74 % ganz andere Vorstellungen, als Sie gegenwärtig verdienen. Zumal das Aufgabenfeld meist nicht den Erwartungen und Ihrer fachlichen Qualifikation entsprechend eingesetzt wurden. Viel mehr bekamen Sie oft Tätigkeiten, die verletzungsanfälliger und körperlich belastender waren.

Welche Krankheiten und Verletzungen hatten die Leiharbeiter mehr?
So litten 23 % mehr als in anderen Branchen an Atemwegserkrankungen und hatten 34 % mehr psychische Probleme. Bei den Verletzungen traf es die Arbeiter auf Zeit mit 64 % häufiger und hatten auch noch mit 60 % mehr Krankheiten an dem Muskel oder Rückenprobleme. Die Männer waren länger krankgeschrieben als die Frauen, was sonst umgekehrt ist. Trotzdem habe sich die Zeitarbeit vor der Wirtschaftskrise in den Jahren 2003 - 2008 in Deutschland sogar verdoppelt.

Wie sieht es mit der finanziellen Situation aus?
Und vielen drücken auch die finanziellen Sorgen, so dass manche von Ihnen zu der normalen Arbeit auch noch ergänzend Hartz 4 beantragen müssen. Das könnte sich 2011 auch noch verschlimmern, wenn der Arbeitsmarkt durch die EU freizügiger werden soll. Dann ist es durchaus möglich, dass osteuropäische Löhne von ca. 3 Euro angeboten werden. Deshalb wird auch ein Branchenmindestlohn bei der Zeitarbeit von 7, 31 Euro gefordert, andere sogar 7,78 Euro.

Andere Probleme der Zeitarbeit
Während die Gefahr für die Gesundheit schon ausreichend wäre, um Änderung an diesem System zu fordern, macht die Stigmatisierung wie unterschiedliche Arbeitskleider zur Stammbelegschaft und anders farbige Betriebsausweise den Leiharbeiter zu schaffen. Auch sind Sie in der Wirtschaftskrise oft die ersten, die den Betrieb verlassen müssen. Deshalb haben schon rund 200.000 im Vergleich zum Vorjahr den Betrieb verlassen müssen. Übrigens: Wie sollen Sie unter solchen Bedingungen z. B. eine Familie gründen oder ein Auto finanzieren können?

Quelle: http://www.abendzeitung.de


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