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Frühling: Die Zecken sind jetzt wieder aktiv und können fiese Krankheiten übertragen

Frühling: Die Zecken sind jetzt wieder aktiv und können fiese Krankheiten übertragen


Wenn es wieder wärmer wird, so ab 7 Grad + erwachen die Zecken und warten auf Ihre Opfer. Ein Zeckenstich an sich wäre eigentlich ungefährlich, würden die Zecken nicht einige Krankheiten übertragen können. Und die Krankheiten haben es in sich. So sind die bekanntesten Krankheiten die FSME (Frühsommer-Meningoenzephalitis) und die Lyme Borreliose. Die FSME kommt meist nur in Risikogebieten vor und dafür gibt es auch eine Schutzimpfung. Bei der FSME hilft eine rechtzeitige Entfernung nichts, da die Viren schon meist zu Anfang des Zeckenstichs übertragen werden können. Die andere Krankheit Lyme Borreliose kann dagegen in ganz Deutschland von infizierten Zecken übertragen werden. Doch da geht man davon aus, dass die Übertragung des Erregers (Borrelien) beim Zeckenstich erst nach ca. 12 Stunden beginnen kann. Während bei der FSME nur ca. 0,5 - 5 % der Zecken infiziert sind, sind es bei dem Erreger, der Borreliose auslösen kann schon ca. 10 - 40 Prozent aller Zecken infiziert. Daraus würde folgen, das laut Robert Koch Institut Berlin die Wahrscheinlichkeit nach einem Zeckenbiss an FSME zu erkranken bei ca. 1 zu 10.000 Stiche liegt und bei der Borreliose bei ca. 1 zu 300 Zeckenstiche. Doch was tun, wenn eine Zecke zu gestochen hat?

In Waldgebieten können Zecken lauern, die Krankheiten übertragen können

Welche Krankheiten können die Zecken übertragen?

Wie schon oben erwähnt können die Zecken die FSME und Borreliose übertragen. Außerdem sind u. a. folgende Krankheiten (Co-Infektionen) möglich: Die Bartonellose (Katzenkrankheit), die Babesiose (Hundemalaria), die Tularämie (Hasenpest), das Q-Fieber (Coxiella burnetii), die Ehrlichiose (Anaplasmen) und die Rickettsiose. Gerade die Co-Infektionen können die Behandlung der Lyme Borreliose erschweren.

Wie kann ich gegen einen Zeckenstich vorbeugen?
Wer auf Nummer sicher gehen möchte, sollte alle Stellen vermeiden, wo sich Zecken aufhalten können. Das wäre u. a. in Waldgebieten, auf Wiesen und Park, Schwimmbad mit Grünfläche, im Unterholz und selbst im eigenen Garten. Da das nicht immer möglich ist, sollte man sich nach jedem Aufenthalt in der Natur von Kopf bis Fuß nach Zecken absuchen und die Kleider ausschütteln. Warum? Die Zecken stechen in der Regel nicht gleich zu, sondern suchen eine geeignete Stelle am Körper. Und das kann bis zu 2 Stunden dauern. Tipp: Wenn Sie nach dem Aufenthalt gleich duschen würden, hätten Sie gute Chancen, das Sie die Zecken einfach durch das Duschen wegspült werden, wenn Sie noch nicht zu gestochen haben.

Was sollte ich tun, wenn mich eine Zecke gestochen hat?
Zuerst einmal muss man überhaupt den Zeckenstich finden, denn der Stich ist meist schmerzfrei und kann somit unbemerkt Standfinden. Hat man eine Zecke entdeckt, dann sollte man sie gleich entfernen. Dazu auf keinen Fall den Hinterleib der Zecken anfassen und rausziehen, denn da sitzen meist die Erreger und werden dann rausgedrückt. Einfach geht es mit einer Pinzette oder einer Zeckenkarte. Danach die Zecke nicht wegschmeißen sondern aufbewahren. Entweder man lässt die Zecke gleich nach Borreliose Erreger untersuchen oder man hebt die tote Zecke auf, denn die Erreger können selbst bis zu 2 Jahren in der toten Zecke nachgewiesen werden. Danach auf die Einstichstelle achten, ob sich da ein roter kreisrunder Ausschlag (Wanderöte) bildet. Wenn sich die Wanderöte zeigt oder Grippeähnlich oder andere Symptomen zeigen, sollte Sie unverzüglich zum Arzt.

Die Irrtümer und Schwierigkeiten bei der Krankheit Borreliose
Bei der Krankheit Borreliose können Schwierigkeiten auftauen, von der Diagnose bis zu der Behandlung. Einige habe ich hier aufgeführt. Das fängt mit der Wanderöte an, die leider nur bei ca. 50 % der Betroffenen auftritt. Auch die häufige Frage nach einem Zeckenstich als Ursache einer möglichen Borreliose kann ein Irrtum sein. Denn die Borreliose kann auch durch einen nicht gemerkten Zeckenstich ausgelöst werden. In der Regel braucht der Körper 6 - 8 Wochen um gegen die Borrelien gewisse Antikörper zu bilden. Erst dann kann ein Borreliose Test auch was anzeigen. Doch sind auch die Borreliose Test nicht standardisiert, das so mancher Borreliose Test eine Borreliose gar nicht anzeigt. Aber selbst wenn die Borreliose diagnostiziert ist, können noch Fehler passieren. Dann nämlich, wenn nicht ausreichend hoch und lange das Antibiotika geben wird. Zumal eine Lyme Borreliose laut einer Patientenorganisation schon nach 1 Monat chronisch werden kann. Also kann somit eine Borreliose schon chronisch werden, bevor ein normaler Borreliosetest überhaupt gemacht werden kann. Außerdem muss eine Borreliose nicht unmittelbar nach einem Zeckenstich ausbrechen sondern kann jahrlang im Körper auf den richtigen Zeitpunkt warten, was zum Beispiel der Fall ist, wenn der Körper durch eine Krankheit geschwächt ist.


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