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Die 7 Irrtümer über die Krankheiten FSME und der Borreliose

Die 7 Irrtümer über die Krankheiten FSME und der Borreliose


Es gibt bei den Krankheiten Borreliose und FSME, die von Zecken übertragen werden können, zahlreiche Irrtümer. Viele Menschen lassen sich impfen und denken, somit kann Ihnen bei einem Zeckenstich nichts passieren. Andere wiederum sehen die Meldungen über Zecken und Krankheiten als bloße Hysterie und halten die Borreliose einfach nur für eine Modekrankheit. Doch wenn Sie dann selber an der Borreliose erkrankt sind, wundern sie sich, wie altmodisch die fiesen Beschwerden doch sein können. Außerdem gibt es bei der Borreliose wichtige Informationen, die entscheidend für den Verlauf der Krankheit sein kann. Hier die 7 häufigen Irrtümer über Borreliose und FSME.

Waldgebiet ist Zeckengebiet. Ein Zeckenstich kann genügen, um schwere Krankheiten zuübertragen

1. Schützt mich die Zeckenimpfung gegen alle Krankheiten der Zecke?

Das ist natürlich falsch, denn die sogenannte Zeckenimpfung kann nur vor der Virusinfektion FSME (Früh-Sommer-Meningo-Eenzephalitis) schützen. Alle anderen Krankheiten wie z. B. Borreliose, Bartonellose, Babesiose, Tularämie, Q-Fieber, Ehrlichiose oder Rickettsiose sind auch trotz der Zeckenimpfung möglich und werden außer der Borreliose auch Co. Infektionen genannt.

2. Kann die rechtzeitige Entfernung der Zecke vor FSME oder Borreliose schützen?

Während die Viren der FSME bei einem Zeckenstich sofort übertragen werden, braucht es bei den Bakterien oft einige Zeit, bis der Austausch stattfindet. Man geht in der Regel von 12 - 24 Stunden aus. Doch in Studien wurde auch festgestellt, dass im Speichel der Zecke sich Borreliose Erreger befinden können, was dann auch zu einer sofortigen Übertragung führen kann. Trotzdem sollte man die Zecke so schnell wie möglich und ohne den Hinterleib der Zecke zu quetschen die Zecken rausziehen.

3. Ist die Wanderröte ein sicheres Zeichen einer Borreliose?
Das ist zwar richtig und bedarf einer sofortigen Behandlung durch einen Arzt, doch tritt die Wanderröte nur bei ca. 40 - 50 Prozent der Betroffenen auf. Das heißt, auch wenn keine Wanderröte sichtbar ist, kann eine Borreliose ausbrechen.

4. Stimmt es, das die FSME und die Borreliose nur in Risikogebieten auftritt?
Nein, das mit den Risikogebieten betrifft nur die FSME. Die Borreliose kann durch einen Zeckenstich in ganz Deutschland übertragen werden. Man geht davon aus, dass ca. jede 5. Zecke in ganz Deutschland die Borreliose übertragen kann, während die FSME bei ca. jeder 50. Zecke aber nur in Risikogebieten infiziert ist.

5. Kann die Borreliose am Anfang der Erkrankung gut behandelt werden?

Ja, wenn man sie rechtzeitig entdeckt und richtig behandelt, kann die Borreliose sogar geheilt werden, doch was ist der Anfang? Ein Patient kommt zum Arzt und hat Beschwerden. Es stellt sich heraus, das möglicherweise die Beschwerden im Zusammenhang mit einem Zeckenstich ist. Jetzt kann aber der normale Borreliose Test erst nach 6- 8 Wochen gemacht werden, da meist der Körper erst dann Antikörper gegen die Borrelien gebildet hat. Laut dem Borreliose und FSME Bund Deutschland e. V. kann aber die Borreliose schon nach 1 Monat chronisch werden. Wie soll man also eine Borreliose außer einer Wanderröte am Anfang feststellen, wenn es keinen Test für die Anfangszeit gibt? Nur durch das klinische Bild oder man lässt die Zecke für ca. 29 Euro in einem Zeckenlabor auf Borrelien testen.


6. Werden Borreliose und FSME nur von Zecken übertragen?

Die Krankheiten Borreliose und FSME können auch ohne Zecke übertragen werden. Die Ansteckung des FSME-Virus kann auch durch z. B. virusinfizierte Milchprodukte oder unpasteurisierte Milch übertragen werden. Bei der Borreliose kann die Ansteckung durch z. B. Bremsen, Stechmücken, Blutprodukte oder in der Schwangerschaft auf das ungeborene Kind übertragen werden. Öfters können sich Betroffene an einen Zeckenstich gar nicht erinnern. Möglich ist auch ein unbemerkter Zeckenstich, da der Stich meist schmerzfrei ist.


7. Erkranken an den Krankheiten der FSME und Borreliose nur wenige Menschen?

Während an der FSME in Deutschland laut des Robert Koch Institut nur ca. 500 Menschen jährlich erkranken, sieht es bei der Borreliose viel schlimmer aus. Bei der Krankheit Borreliose sollen es mittlerweile an die 2 Millionen Betroffene geben und jährlich erkranken laut einer Hochrechnung von einer Krankenkasse rund 800.000 Menschen. Die Dunkelziffer kann sogar noch höher sein, denn leider wird die Krankheit nicht immer von den Ärzten auch erkannt. Außerdem gibt es unterschiedliche Auffassungen über die Behandlungsdauer der Krankheit.


Ein Youtube Beitrag zum Thema "Vorsicht Zecken!"
In dem Video von "reiterrevue" wird von einem Arzt erklärt, was man bei Zecken beachten sollte.


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